Ganz nah!
17. Dezember 2007
Was? Was ist ganz nah?
Gott ist ganz nah! Damit meine ich nicht die baldige Wiederkunft Jesu. Ja natürlich
glaube ich, dass Jesus sehr bald wiederkommt, die aktuellen Nachrichten bestätigen
das. Ich meine, Jesus ist Ihnen jetzt ganz nah, in diesem Augenblick! Lassen
Sie sich das einmal auf der Zunge zergehen. Er sieht Sie jetzt, wie Sie diesen Artikel
lesen, er kennt Ihre Gedanken.

Gott ist ganz nah.
In meinem Glaubensleben ging es immer abwärts, wenn
ich mir dessen nicht mehr bewusst war. Dann lebt man eben in den Tag hinein und
macht so seine Pläne – aber ohne Gott.
Vor einigen Jahren, als ich noch zur Schule ging, habe ich mir morgens oft vorgenommen,
ständig im Gedächtnis zu behalten, dass der große Gott bei mir ist. Aber als ich
dann auf dem Fahrrad saß oder gerade die Schule betrat, waren meine Gedanken mit
allem anderen beschäftigt: Freunde, Kollegen, Arbeiten… Das soll natürlich nicht
heißen, keine anderen Gedanken mehr zuzulassen. Aber unterschwellig sollte man eben
immer im Hinterkopf haben: Er ist bei mir. Und nach einiger Zeit habe ich es doch
noch gelernt, diese Grundeinstellung zu pflegen. Natürlich ging es bei mir dabei
auch auf und ab, aber wenn ich dann meine Gedanken wieder auf Ihn gerichtet habe
und mir Gottes Gegenwart aufs Neue ins Leben rief, dann ging mir das unter die Haut.

Gott will für uns sorgen.
Jesus hat versprochen: „Ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende!“
Er kümmert sich um Sie, wie ein Vater und wie ein bester Freund. Obwohl er der Schöpfer
von Hunderten von Welten ist, obwohl er ewig alt ist, ihn der Himmel nicht fassen
kann, er heilig ist, er sich um Millionen andere Seelen kümmern muss und obwohl
wir im Territorium Satans leben, im Kampf mit der Sünde und schon so oft gefallen
sind – er ist trotzdem immer an Ihrer Seite! Kann man und darf man das überhaupt
einen Augenblick lang vergessen?
Also, wenn Sie auch unter Vergesslichkeit leiden, dann machen Sie sich irgendwo ein unauffälliges Zeichen, an eine Stelle auf
die man ständig schaut, wie z.B. ihre Uhr (Knoten ins Taschentuch sozusagen). Und jedes Mal, wenn Ihr Blick drauf fällt
– „Ah, ja, Jesus ist bei mir!“.
Probieren Sie es einfach aus. Ihr Glaube wird lebendiger, Sie werden aufmerksamer
gegen Versuchungen sein. Ihr Umgang mit anderen wird froher und freundlicher sein
und man erledigt seine Arbeit ruhiger und sogar konzentrierter, also effektiver.
Jesus gibt Ihnen die Kraft, die Sie brauchen, um Ihren Alltag geistlich zu überleben.
Wir brauchen Seine ständige Gegenwart. Senden Sie nach dem Motto „Betet ohne Unterlass“
Gott immer Botschaften zu. Oft möchte Gott uns etwas sagen, aber weil wir so abgelenkt
sind, können wir seine Botschaften nicht verstehen. Schenken Sie Ihm Ihre Aufmerksamkeit!
Eine bekannte Frau sagte einmal: „Wir leben in der Gegenwart Gottes. Wenn wir uns
dieser Gegenwart bewusst werden, kommen unsere Gedanken unter den Gehorsam Jesu
Christi. Je stärker das Bewusstsein dieser Gottverbundenheit in uns ist, umso inniger
ist unser Glaubensleben.“ (Ellen G. White, Ruf an die Jugend, S. 119, erster Abschnitt.)